Die geflüchteten Kinder des griechischen Bürgerkriegs (1946-1949) in Sachsen

Die geflüchteten Kinder des griechischen Bürgerkriegs (1946-1949) in Sachsen

Die Deutsch-Griechische Gesellschaft Hamburg präsentiert in Kooperation mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky eine Spurensuche von Susanne Grütz und Kostas Kipuros (Leipzig)

„Zwischen Heimat und Fremde“
Dokumentarfilm und Buchvorstellung (griechisch/deutsch)
Freitag, 20. Februar 2026, 18 Uhr
Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
Vortragsraum
Von-Melle-Park 3 | 20146 Hamburg
Der Eintritt ist frei.

1946 – Das Ende des zweiten Weltkrieges liegt für die Länder Europas inzwischen ein Jahr zurück. Doch Griechenland ist noch immer nicht zur Ruhe gekommen. Ein Bürgerkrieg zwischen den linksgerichteten Partisanen der Demokratischen Armee und den Regierungstruppen zerreißt seit 1947 Land, Gesellschaft und Familien. 

1949 endet der Bürgerkrieg mit einer Niederlage der Partisanen. Tausende Kämpfer müssen Griechenland verlassen oder werden verhaftet, gefoltert und hingerichtet. Wer fliehen kann, findet zumeist in den sozialistischen Ländern eine neue Heimat.

1.100 aus der Kampfzone in Nordgriechenland evakuierte Kinder und Jugendliche finden Zuflucht in der damaligen sowjetischen Besatzungszone, später DDR. Sachsen wird für sie eine neue Heimat. Der Dokumentarfilm und das Buch von Kostas Kipuros und Susanne Grütz lassen die Kinder von damals über ihre Erlebnisse im Bürgerkrieg und das Leben in der Fremde erzählen.

Viel ist über sie und die politischen Hintergründe der Emigration geschrieben, diskutiert und gestritten worden. Kostas Kipuros und Susanne Grütz wollten nicht über die Zeitzeugen sprechen, sondern mit ihnen – über ihr Leben zwischen Heimat und Fremde. Entstanden ist so eine bewegende Dokumentation des Schicksals zweier Generationen in Bild und Schrift.

Mit:
Susanne Grütz – freischaffende Künstlerin, Leipzig
Kostas Kipuros – Journalist, Sohn griechischer Emigranten, Leipzig

Das Buch- und Filmprojekt wurde vom Auswärtigen Amt aus Mitteln des Deutsch-Griechischen Zukunftsfonds finanziert.