Mesolongi steht wie kaum ein anderer Ort für den Freiheitskampf Griechenlands im 19. Jahrhundert. Die Stadt wurde während des Griechischen Unabhängigkeitskrieges (1821–1829) mehrfach belagert. Besonders die dritte Belagerung (1825–1826) ging in die Geschichte ein: Nach monatelangem Ausharren unter katastrophalen Bedingungen entschieden sich die eingeschlossenen Bewohner im April 1826 zu einem verzweifelten Ausbruchsversuch. Nur einigen Hundert Griechen gelang die Flucht, die meisten Bürger verblieben in der Stadt und sprengten sich nach blutigen Straßenkämpfen gegen die eindringenden Eroberer am Morgen des 12. April selbst in die Luft. Ihr Mut und ihre Opferbereitschaft wurden zu einem Symbol für den Kampf um Freiheit und Selbstbestimmung.
Die Ereignisse von Mesolongi fanden europaweit große Beachtung und stärkten die philhellenische Bewegung. Sie trugen wesentlich dazu bei, das Bewusstsein für den griechischen Freiheitskampf zu schärfen und internationale Unterstützung zu mobilisieren.
Die Griechische Gemeinde Hamburg widmet sich diesem bedeutenden Kapitel europäischer Geschichte in einer Veranstaltung am 30. Mai ab 18 Uhr am Doormannsweg. Der Eintritt ist frei.
Hinweis für deutschsprachige Interessierte: Die Veranstaltung wird ausschließlich in griechischer Sprache durchgeführt.


