29/10/2018 – Die Musikalität der griechischen Sprache

Vortrag von Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Eideneier
mit griechischer Zusammenfassung und Diskussion

am Montag, dem 29. Oktober 2018, um 19:00 Uhr
in den Räumen der
Griechischen Gemeinde in Hamburg e.V.
Doormannsweg 22,
20259 Hamburg

Veranstalter: Deutsch-Griechische Gesellschaft Hamburg e.V.
und Griechische Gemeinde in Hamburg e.V.

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LyraDie griechische Sprache von Homer bis heute basiert auf einer melodischen und rhythmischen Struktur, die dem Wort in Dichtung und Prosa eine besondere Ausdrucksfähigkeit verleiht.

Der Vortrag will zu zeigen versuchen, dass auf europäischen Boden im griechischen Kulturraum die Komponisten Dichter, die Dichter Sänger und die Sänger Weise nicht nur waren, sondern zum Teil auch heute noch sind.

Damit hängt zusammen, dass die Frage nach der Schriftlichkeit der Homerischen Epen im Westen falsch gestellt wurde, dass der größte Dichter des griechischen Mittelalters, der aus Syrien stammende Romanos Melodos, im Westen unbekannt geblieben ist und letztendlich klar wird, warum griechische Lyriker, und nicht etwa Prosaschriftsteller, den Nobelpreis für Literatur bekommen: Das veröffentlichte Wort ist musik- bzw. rhythmusgebunden, genauso wie das Melos an den Logos gebunden ist.