08.05.2019 – Drei Jahrhunderte griechischer Präsenz in Hamburg

Dia-Vortrag von Erzpriester Georgios Manos

Mittwoch, 08.05.2019, 19:30 Uhr
Griechisch-Orthodoxe Kirche des Heiligen Nikolaos
Sievekingsallee 12b-c
20535 Hamburg

Der Überlieferung nach waren es byzantinische Adlige, die nach dem Fall von Konstantinopel (1453) als erste Griechen nach Hamburg kamen. Theoklitos Polyidis gründete im Jahre 1733, als Gesandter des Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, in Hamburg eine Kirchengemeinde. Schnell entwickelte sich die griechische Gemeinde in Hamburg zu einem bedeutenden Zentrum der Diaspora, in dem Handel, Handwerk und Bildung stark vertreten waren; die Präsenz erfolgreicher Reeder reicht bis in unsere Zeit hinein; so hat z. B. Onassis durch den Bau von Tankerschiffen auf Hamburger Werften in den 50er Jahren die Wirtschaft der Stadt wiederbelebt.

Hamburger Griechen
Foto: Mitglieder der griechischen Community in der Zeit zwischen den Kriegen

Die Hamburger Griechen, völlig integriert, haben in den letzten drei Jahrhunderten die Nöte, die Anstrengungen, aber auch die Erfolge der Stadt, die sie lieben gelernt haben, miterlebt. Frucht dieser perfekten Symbiose waren auch zahlreiche Philhellenen, wie z. B. Karl Sieveking, die den griechischen Befreiungs­kampf (1821-1828) energisch unterstützt haben.


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Eine Veranstaltung der Deutsch-Griechischen Gesellschaft Hamburg e.V. im Rahmen der Veranstaltungsreihe zur Europawoche „Hamburger Griechen für Europa“


Der bischöfliche Vikar der griechisch-orthodoxen Kirche Erzpriester Georgios Manos wurde 1969 in Preveza/Epirus/GR geboren. Er ist Absolvent des Priesterseminars von Vella/Jannina/Epirus. Er studierte in Freiburg und Hamburg Byzantinologie, Neugriechische Philologie, Klassische Archäologie und Kirchen- und Dogmengeschichte. 1998 hat er die Priesterweihe empfangen und wurde Pfarrer der griechisch-orthodoxen Gemeinde des Heiligen Nikolaos in Hamburg.

Er ist verheiratet, Vater von drei Kindern und Autor von Büchern theologisch-geschichtlichen Inhalts.