26.02.2020 – Erinnerungen an die deutsche Besatzung Griechenlands

Ein digitales Zeitzeugenarchiv

Über die deutsche Besatzung Griechenlands während des Zweiten Weltkriegs ist sowohl der deutschen als auch einem großen Teil der griechischen Öffentlichkeit sehr wenig bekannt. Und das, obwohl alleine im ersten Winter der Besatzung über 100.000 Menschen dem Hungertod zum Opfer fielen. 60.000 jüdische Griechen wurden deportiert und ermordet. Annähernd 50.000 Menschen verloren im Widerstand und durch Vernichtungsaktionen ihr Leben. Fast 800 griechische Dörfer und Kleinstädte wurden zerstört. Das digitale Zeitzeugenarchiv, das Wissenschaftler der Freien Universität Berlin entwickelt haben und das am 26. Februar 2020 in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg vorgestellt wird, soll dabei helfen, diese Lücke zu schließen. 

Akropolis
© Vassos Mathiopoulos, Bilder der Besatzung

 

 

Als Träger der Veranstaltung lädt nun die Deutsch-Griechische Gesellschaft Hamburg e.V. zur Vorstellung dieses Projektes ein, das den Namen „Erinnerungen an die deutsche Besatzung Griechenlands“ trägt.

Die Vorstellung findet statt
am Mittwoch, dem 26. Februar 2020, um 19:00 Uhr
in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg – Carl von Ossietzky
Vortragssaal – Von-Melle-Park 3, 20146 Hamburg

Anmeldung bitte unter:  vorstand@dgg-hamburg.de  

Referenten:
Prof. Dr. Nicolas Apostolopoulos (FU-Berlin) Leiter des Projektes
Dr. Anna-Maria Droumpouki (Historikerin) und
Damian Thönges (Gräzist/FU-Berlin)
Moderation: Prof. Dr. Ulrich Moennig, Universität Hamburg

Memories
© MOG-Archiv

Die Interview-Sammlung „Erinnerungen an die Okkupation in Griechenland“ bewahrt die Erinnerungen von Menschen, die die deutsche Besatzung Griechenlands in den Jahren 1941 bis 1944 überlebten. Ihre Berichte wurden in 90 lebensgeschichtlichen Interviews festgehalten, wissenschaftlich aufbereitet und in einem Archiv im Internet bereitgestellt. Darauf aufbauend werden aktuell digitale Lernmaterialien für deutsche und griechische Schulen (Oberstufe) erstellt.

© MOG-Archiv

Das Projekt wird vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland, von der Stavros Niarchos Stiftung (Athen) und von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ (Berlin) gefördert.

Infos unter: www.occupation-memories.org/de

2 Kommentare

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